Automotive

Unter Einbeziehung direkter und indirekter Arbeitsplätze, etwa im Dienstleistungsbereich oder im Straßenbau, die dem Automotive-Bereich zuarbeiten, ist in Deutschland jeder siebte Beschäftigte mittelbar oder unmittelbar vom Automobilbereich abhängig. Dabei begegnet die Automobilindustrie durch strengere Emissionsbestimmungen und alternative Antriebstechniken den bedeutendsten Herausforderungen ihrer Geschichte. Insbesondere dadurch entstehen neue Organisationsformen und Geschäftsmodelle.

 

Zunehmend werden Automobilhersteller zu Mobilitätsanbietern. Durch eine sich ständig wandelnde Gesellschaft entstehen auch andere Mobilitätsbedürfnisse, auf die sich die Automobilindustrie einstellen und sich dadurch kontinuierlich neu erfinden muss. Auch die Vernetzung von Fahrzeugen ist einer der großen Trends in der Automobilindustrie, so dass Fahrzeuge, die sich gegenseitig vor Unfällen warnen oder ihren CO2-Austoß intelligent reduzieren sicherlich keine Zukunftsmusik bleiben werden. Diese Veränderungen werden auch ganz neue Anforderungsprofile an Spezialisten stellen.

 

Mittendrin steht die überwiegend mittelständisch geprägte Automobilzulieferindustrie, die immerhin für etwa drei Viertel der Wertschöpfung im Automobilsektor verantwortlich ist und in der Zukunft große Herausforderungen meistern muss.

 

Sorgen bereitet dieser den Automobilzulieferern insbesondere die demografische Entwicklung in Deutschland und erwartet in diesem Zusammenhang auch Unterstützung von der Politik und den Verbänden, da qualifizierte Fachkräfte einen essentiellen Standortfaktor darstellen.

 

Outsourcing bei den OEM und die asiatischen Wachstumsmärkte sorgen zwar für weiterhin positive Umsatzerwartungen, denen jedoch auf der anderen Seite ein hoher Kostendruck gegenübersteht, so dass neue Absatzmärkte erschlossen und Innovationsoffensiven gestartet werden müssen.